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DFG-VK Gruppe Duisburg
Stand: 3.9.2020

Inhalt und Impressum


Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte Kriegsdienstgegner
Gruppe Duisburg

c/o Buchhandlung "Weltbühne"
Gneisenaustr. 226
47057 Duisburg

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Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner, Gruppe Duisburg






Flugblätter und Texte der DFG-VK Duisburg


September 2020
Flugblatt: Kommt die Wehrpflicht?

Dezember 2019


Flugblatt: Kaffee aus Kuba.
Die DFG-VK Gruppe Duisburg hat sich entschlossen zu handeln. Und zwar mit Kaffe aus Kuba. Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem Flugblatt:


Kaffee Flugblatt

März 2018

Die 39. Duisburger Akzente haben das Thema
NIE WIEDER KRIEG ?

Die DFG-VK Duisburg beteiligt sich an dieser Veranstaltungsreihe.
Unser Beitrag Helmut Loevens Vortrag über den Schriftsteller, Friedenskämpfer und Nazigegner Carl von Ossietzky.
Das Syntopia, in dem der Vortrag am Donnerstag, 15. März um 19,30 Uhr stattfindet, ist in Hochfeld auf der Gerokstraße / Ecke Eigenstraße.
Die nächste Straßenbahn- und Bushaltestelle: Pauluskirche.

Oktober 2017

Die Kriegsfibel von Bertolt Brecht
Ein Vortrag mit vielen Bildern und Zitaten

Eine Veranstaltung zum 125jährigen Bestehen der
Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner

Donnerstag, 19. Oktober 2017 - 19 Uhr
im Syntopia, Duisburg-Hochfeld, Gerokstraße Ecke Eigenstraße.

September 2016

Nur mal kurz die Welt retten


Leserbrief zu Zivilcourage 3/2016


Bezwinge sich, wer kann.

In der Leserbriefrubrik in Zivilcourage 3/2016 äußert sich Titus Sobisch sehr ausführlich zum Thema „links oder rechts“, obwohl er meint, diese Diskussion würde uns nicht weiterbringen. Das trifft für sein Gutachten allerdings zu!

„Militante Pazifisten kann es nicht geben“, meint er. Dabei ist er selber einer, versucht es zumindest. In den 60er Jahren bin ich Leuten begegnet, die sich „militante Pazifisten“ nannten und in jeder Lage, sogar in einer Notwehrsituation keine Gewalt anwenden würden. Auch das Attentat auf Hitler mißbilligten sie. Dem kommt Titus Sobisch doch selbst recht nahe. "Militant" heißt nichts anderes als offensiv, kämpferisch, entschieden. Aber das klingt so ähnlich wie "Militär". Assoziationen, die durch akustische Reize ausgelöst werden, ersetzen hier das Wissen.

So meint er: "Als Kämpfer für die Weltrevolution sieht man den Rest der Bevölkerung eindeutig rechts." Das ist eindeutig Quatsch.

Mit CDU-Wählern, die "nur" gegen den Afghanistankrieg sind, aber die gegenwärtige Gesellschaftsstruktur für die bestmögliche halten, hat dieser Pazifist weniger Probleme als mit Leuten, die gegen Kriegstreiber auf die Straße gehen, aber den Zugverkehr lahmlegen.

Bumm oder nicht bumm, das ist hier die Frage - für ihn die einzige. Hoffentlich lobt er nicht Hitler für das Münchener Abkommen, und hoffentlich verdammt er nicht die Rotarmisten, weil sie bei der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz mit Schußwaffen ausgerüstet waren.

Über den Zusammenhang zwischen Gesellschaftsordnung und Kriegsursachen haben kluge Männer und Frauen viel kluge Gedanken geäußert, mit denen man sich ruhig vertraut machen darf. Schade, daß für jede Generation das Fahrrad neu erfunden werden muß.

Daß "Esoterik rechts sei" hat zwar niemand so behauptet. In deduktiver Begrifflichkeitshuberei, die mal wieder jegliches Wissen ersetzen soll, stellt er fest, daß sowohl rechte, als auch linke Leute sich manchmal unverständlich ausdrücken. Wäre es nicht nützlicher, sich über das zu informieren, was Leute, die sich damit auskennen, über die Esoterik-Szene als Einfallstor für faschistische Ideologie und Metapolitik erforscht haben?

Titus Sobisch trägt nichts zur Klärung bei. Stattdessen breitet er das Selbstbewußtsein der Minderinformierten aus.

In einer Zeit, in der Rechtspopulisten das Gesicht dieser Gesellschaft verändern und beträchtliche Bevölkeungsanteile mit ihren Haßpredigten gewinnen, behauptet ein Unwissenheitsprediger, wir hätten „eigentlich andere Probleme“. Nein. Im Falle der Desorientierung ist das Problem: die Orientierung.

Wer behauptet, die Orientierungen „links“ und „rechts“ seien unwichtig, überholt, unbrauchbar, der will Verwirrung stiften oder hat sich verwirren lassen.

Das ist die Lektion des 20. Jahrhunderts: Der Pazifismus muß antifaschistisch, also links sein.


Unterdessen will Thomas Carl Schwoerer nur mal kurz die Welt retten. Mit IS sollte verhandelt werden, schlägt er vor. Begründung, kurz gefaßt: Verhandeln ist besser als nicht verhandeln. Dabei offenbart er mangelnden Überblick über Fakten und Zusammenhänge.

Solange verhandelt wird, wird nicht geschossen, glaubt er. Auf Vietnam sind während der Pariser Friedensverhandlungen mehr Bomben abgeworfen worden als auf Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

Die Ostpolitik Willy Brandts lobt er. Es müßte aber auch eingestanden werden, daß zuvor die „Politik der Stärke“ zum Scheitern gebracht wurde. Willy Brandt hätte gar nicht „mehr Demokratie wagen“ können, wenn die Ostlandreiter weiterhin so hätten wüten können wie bis zum 13. August 1961 und wieder seit dem 9. November 1989. Das, was Schwoerer als „gewaltfreie Revolution in der DDR“ euphemisiert, hatte zur Folge, daß Deutschland nicht länger daran gehindert war, die europäische Ordnung aus eigener Kraft aus den Angeln zu heben, Belgrad zu bombardieren und in Kiew die Nachfolger der Nazi-Kollaborateure wieder für sich marschieren zu lassen.

Thomas Schwoerer ist nicht richtig informiert, wenn er meint, auch Nelson Mandela hätte zu den Politikern gehört, die „alles daransetzten, ihren Kampf gewaltfrei zu führen“. Der ANC führte einen bewaffneten Befreiungskampf. Das Apartheid-Regime bot Mandela an, ihn aus dem Gefängnis zu lassen, wenn er den ANC zur Gewaltlosigkeit aufruft. Das hat er nicht getan. Thomas Schwoerer tut es jetzt stellvertretend für ihn.

Historisch steht Nelson Mandela neben Che Guevara, Ho Tschi-minh und Patrice Lumumba. Thomas Schwoerer stellt ihn in eine Reihe mit Lech Walesa. Warum nicht gleich mit Franz-Josef Strauß?

In der Welt, die man retten will, sollte man sich auskennen.


Helmut Loeven, Duisburg [12.9.2016]


November 2015

„Kommentar zur Lage“ - Rundbrief der DFG-VK Duisburg zu den islamistischen Terroranschlägen in Paris. Eine persönliche Stellungnahme. Bitte hier klicken

September 2015

Am „Friedenswinter“ ist kein gutes Haar

Leserbrief zu: Brief von Uta Binz in Zivilcourage 3/2015

Die größte bündnispolitische Fehlentscheidung der letzten 200 Jahre hat das zu erwartende Fiasko hinterlassen, und immer noch sind die Gesundbeter eifrig dabei, am "Friedenswinter" nach einem guten Haar zu suchen.

Uta Binz hält es in ihrem Leserbrief in ZC Nr. 3/2015 "für erstrebenswert, Begriffe wie 'Rechte' und 'Linke' und Feindbilder generell aus den Vorstellungen zu verbannen". Was soll das heißen? Daß es keine Feindschaften mehr gibt, wenn man sich nichts darunter vorstellen kann?

Wer "links" und "rechts" für überflüssige oder überholte Begriffe hält, ist entweder verwirrt oder treibt ein falsches Spiel.

Links und rechts sind die "politischen Himmelsrichtungen". Wer nur die Himmelsrichtungen kennt, weiß zu wenig. Wer keine Himmelsrichtungen kennt, weiß gar nichts. Wer sich verirrt hat, sollte nicht dem Kompaß die Schuld geben.

Ich zitiere: "Sich mit rechtsextremen Gedanken auseinander setzen und nicht die Menschen bekämpfen." Das kommt einem doch zu bekannt vor: "Mit Nazis reden". Verstehe ich das richtig? Der Faschismus ist kein Verbrechen, sondern eine Meinung? Gerade in den Wochen, in denen der rechte Terror eine neue Dimension annimmt, sollen wir diesen kalten Kaffee schlürfen?

"Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein", heißt es bei Brecht. Ich füge hinzu: Der Sieg über den Faschismus kann nur der Sieg über die Faschisten sein. Das ist die bittere Wahrheit. Sie ist zwar bitter, hat aber den Vorteil, die Wahrheit zu sein.

Die Leserbriefschreiberin "weigert sich, ein Feind zu sein". Mit solch einem Bekenntnis kann man sich prächtig verzieren, aber politisch nichts bewirken. Es steht im Gegensatz zu den Erfahrungen des Zwanzigsten Jahrhunderts, und darum ist es gefährlich. (Wie sie es wohl mit Adolf H. hält?).

Völlig ins Absurde gleitet vor Vorschlag, in Anbetracht der alternden Friedensbewegung und des spärlichen Nachwuchses Leute in die Friedensbewegung hineinzulassen, "die nicht in allen Bereichen auf unserer Linie liegen". Sollen wir wirklich unsere Lücken mit Impfgegnern, Reichsbürgern und Verschwörungsparanoikern auffüllen? Wäre es nicht besser, für die nächste Kundgebung beim Stadttheater 200 Statisten zu bestellen?

Helmut Loeven [5.9.2015]


Nachtrag:

Dieser Leserbrief erschien in Zivilcourage Nr. 4/2015.

In Nr. 5/2015 dann die Antwort von Uta Binz:

Meine Antwort an Helmut Loeven und Leute, die so ähnlich denken. ,Der Sieg über den Faschismus kann nur der Sieg über die Faschisten sein‘, wie H. Loeven meint, kann nicht der Weg sein. Das klingt militaristisch und wird auf Gegendemos gegen die intolerante und vielfach rassistisch eingestellte Pegida leider gerade von einigen erprobt. Wir DFG-VKler haben alle mal gelobt, an der Beseitigung von Kriegsursachen mitzuarbeiten. [...] Das fängt m.E. damit an, daß wir skurrile Einstellungen und Außenseiteransichten nicht belächeln oder gar verteufeln. Eine ,Gleichschaltung‘ von Meinungen [...] unterdrückt die Menschen. [...] Das Verteufeln [...] führt zu Ressentiments und schafft Kontrahenten (Kriegsursache!). Es bleibt vermutlich nichts Besseres, als über den eigenen Schatten zu springen und auf die ,Impfgegner, Reichsbürger, Verschwörungsparanoiker‘ (H. Loeven) und viele andere zuzugehen und eine gemeinsame Basis zu suchen.“

Antwort auf die Antwort:

Da ist doch Hopfen & Malz verloren!

Was fällt einem ein zu jemand, der sich blamieren will? Gar nichts will einem dazu einfallen. Man hat sonst das Gefühl, sich an Wehrlosen zu vergreifen.“


September 2015

Drei Texte zum Thema Ostermarsch, "Bandbreite" und "Neue Friedensbewegung".

Jakop Heinn:
Mahnwachen machen Wahn oder Breit sein ist alles (aus DER METZGER Nr. 113, April 2015)

Helmut Loeven:
Ostermarsch auf  Abwegen? (aus DER METZGER Nr. 113, April 2015)

Helmut Loeven: 
Entlassen aus der Geschichte?
Durch eine bündnispolitische Fehlentscheidung wurde offenbar, in welch desolatem Geisteszustand sich die Linke in Deutschland mittlerweile befindet. (aus DER METZGER Nr. 114 (Juli 2015)

März 2015

Nachträge zu unserem Eintrag vom Februar. 

Inzwischen wurde der gelöschte Offene Brief auf der Seite des Friedensforums Duisburg in minimal veränderter Fassung neu gepostet. Wir beugen der digitalen Amnesie vor und dokumentieren weiterhin die ursprüngliche Fassung (siehe unten).

Lesen Sie bitte folgende Beiträge zum Thema:

Telepolis 31.3.2015 - Peter Nowak: Friedenswinter ade?

bo-alternativ 13.3.2015: Gradlinig statt Querfront ("Das Bochumer Friedensplenum fordert das Duisburger Friedensforum auf, den antifaschistischen Konsens der Friedensbewegung nicht zu verlassen und der Musikgruppe „Die Bandbreite“ keine Bühne auf dem Ostermarsch zu bieten.")

VVN-BdA NRW 16.3.2015: Ostermarschaufruf Rhein Ruhr 2015 ("Da in Duisburg die Band „Die Bandbreite“ auftritt, rufen die VVN-BdA NRW nicht zu den Duisburger Veranstaltungen auf.")

Amore e rabbia 28.2.2015: Ostermarsch auf Abwegen?
Amore e rabbia 3.3.2015: Zu Hause ist es doch am schönsten
Amore e rabbia 12.3.2015: Das neue deutschland fragte mich, was hier los ist
Amore e rabbia 17.3.2015: Immer mehr Zores

Februar 2015

Seit 1981 beteiligte sich die DFG-VK Gruppe Duisburg in jedem Jahr an der Auftaktkundgebung des Ostermarschs Ruhr in Duisburg durch einen Kaffeeausschank und einen Büchertisch. 2012 wurden wir gegen unseren Willen durch die Veranstalter von der Teilnahme ausgeschlossen, weil wir die Absicht hatten, auf unserem Büchertisch auch die Ausgabe 96 der Zeitschrift Der Metzger zu verkaufen, die zwei kritische Artikel zur Musikgruppe Die Bandbreite enthält. Die beiden Artikel sind auf unserer Website dokumentiert. 2013 und 2014 waren wir wieder wie immer präsent.

Am 25.2.2015 lasen wir auf dem Blog des Duisburger Friedensforums unter der Überschrift „Friedensforum Duisburg verbittet sich Bevormundung“ einen „Offenen Brief an Willi Hoffmeister und Joachim Schramm“. Wir haben daraufhin beschlossen, zum ersten mal nach über 30 Jahren nicht an der Duisburger Ostermarschkundgebung teilzunehmen und die unten wiedergegebene Mitteilung per Mail verschickt.

Am 26.2.2015 verschwand der Blogeintrag kommentarlos von der Seite des Friedensforums. Damit unsere Entscheidung für Außenstehende nachvollziehbar bleibt, dokumentieren wir den Offenen Brief des Friedensforums als PDF-Datei. Offener Brief des Friedensforums Duisburg vom 24.2.2015

DFG-VK Duisburg
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47057 Duisburg
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Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,

mit Fassungslosigkeit haben wir zur Kenntnis genommen, dass das Friedensforum Duisburg sich anschickt, bei der Auftaktkundgebung des Ostermarschs Ruhr am 4.4.2015 in Duisburg die Gruppe „Die Bandbreite“ auftreten zu lassen.

Die DFG-VK Gruppe Duisburg lehnt diese Provokation ab und hat kein Verständnis für die starrsinnige Haltung des Friedensforums Duisburg.

Wir werden nicht an der Auftaktkundgebung in Duisburg teilnehmen und nicht zur Teilnahme aufrufen.

Zum Thema „Die Bandbreite“ verweisen wir auf die auf unserer Website dokumentierten Texte:

Die letzten Tassen oder Der apologetische Kusselkopp (http://www.dfg-vk-duisburg.de/bandbreite1.html)
Ein ganzerRattenschwanz... Die Bandbreite eines Milieus (http://www.dfg-vk-duisburg.de/bandbreite2.html)
Schreiben des Friedensforums Duisburg an die DFG-VK Duisburg 3.4.2012 (http://www.dfg-vk-duisburg.de/Brief-Friedensforum-3-4-2012-persoenlDatengeschwaerzt-kl.jpg)


Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

DFG-VK Duisburg

November 2012

Atomwaffen: Hat es auch Methode, es ist doch Wahnsinn

Am 6. September 2012 meldete die WAZ auf der ersten Seite:

US-Atomwaffen bleiben in Deutschland.

Die noch in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen werden ungeachtet der Bemühungen von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) offenbar vorerst nicht abgezogen. Berlin habe sich einverstanden erklärt, daß die Waffen im Land bleiben und sogar mit Milliarden-Aufwand modernisiert würden, berichtete die Berliner Zeitung unter Berufung auf Militärexperten.“

Im Kommentar auf Seite 2 heißt es: „Dabei weiß seit dem Ende des Kalten Krieges eigentlich niemand mehr, gegen wen diese Waffen eingesetzt werden sollen.“

Soll man diesen Satz so verstehen, daß Atomwaffen in einer bestimmten zeitgeschichtlichen Phase noch einen Sinn hatten, den sie nunmehr nicht mehr haben? Beziehungsweise: Daß die Atomwaffenstrategie der USA ihre Rationalität verloren hat (und demnach mal eine hatte)?

Man stelle sich vor, die Regierung würde beschließen, daß die Blindgänger des Zweiten Weltkrieges nicht mehr entschärft werden – und nicht nur das, sondern daß sie auch mit neuen Zündern versehen werden. Das wäre in der Tat irrsinnig. Etwas Ähnliches aber wird mit den Atombomben, den Blindgängern des Kalten Krieges, geplant. Sie sollen uns nicht nur erhalten bleiben, sie werden auch noch modernisiert.

Dem von den USA einseitig vorangetriebenen Wettrüsten haftete immer etwas Wahnhaftes an. Die Potentiale versetzten die Atommächte in die Lage, nicht nur den Gegner vollständig zu vernichten, sondern die Menschheit. Die Potentiale reichten aus, um gleich sechs bis sieben Menschheiten zu vernichten. Da liegt es nahe, vom „Rüstungswahnsinn“ zu sprechen. Wahnhaft ist auch die Vorstellung, durch „Abschreckung“ (also: durch immer mehr Rüstung) Krieg verhindern zu können. (Nicht durch Abschreckung, sondern nur durch Abrüstung ist der Frieden zu sichern).

Mit dem von den USA einseitig vorangetriebenen Wettrüsten war jedoch keineswegs beabsichtigt, ein „Rüstungsgleichgewicht“ zu erhalten. Die Rüstungsstrategie gründete sich auf die Voraussetzung, daß ein termonuklearer Krieg möglich, vorstellbar und vertretbar ist und daß er im klassischen Sinn gewonnen und verloren werden kann. Diese Doktrin gilt nicht nur für die Periode der Systemkonkurrenz. So irrational die Politik mit der Atombombe auch erscheint: ihr wohnt eine perfide Herrschafts-Rationalität inne.

Die USA wollen an der Option, ihre weltpolitischen Ziele mit Massenvernichtungsmitteln durchzusetzen, nicht aufgeben. Die Gefahr eines Atomkrieges besteht weiterhin.

Bitte lesen Sie den Kommentar der DFG-VK Duisburg Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet.

April 2012


Aktualisierung 5.4.2012

Die DFG-VK Duisburg wurde vom Duisburger Friedensforum von der Teilnahme an der Auftaktkundgebung des Ostermarschs Ruhr ausgeschlossen. Man droht uns schriftlich, vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

Wir werden von Christian U., der im Namen des Friedensforums Duisburg schreibt, als "Dunkelmänner" beschimpft, "man könnte die auch für Faschos halten".

Es gab vor diesem Beschluss keine Kontaktaufnahme und keine Diskussion mit uns.

Anlass war, wir hatten in einem Rundbrief unseren Mitgliedern und Sympathisanten gegenüber unsere Position mitgeteilt, dass wir einen Auftritt der Gruppe "Bandbreite", die der rechtslastigen "Wahrheitsbewegung" nahe steht, für das Ansehen und die Ziele des Ostermarsches abträglich halten. (Siehe: Die letzten Tassen - oder Der apologetische Kusselkopp)

Stör- oder Boykottaufrufe gegen den Ostermarsch sind von uns zu keiner Zeit erfolgt, und werden von uns auch nicht gebilligt, da wir der Ostermarschbewegung seit vielen Jahrzehnten verbunden sind.

DFG-VK Duisburg

Aktualisierung 6.4.2012

Da wir einige Nachfragen bekamen, veröffentlichen wir das Schreiben des Friedensforums Duisburg im Faksimile (die persönlichen Daten des Absenders haben wir geschwärzt). 
bitte hier anklicken

Ein "Pamphlet" existiert nicht. Gemeint kann nur der im September 2011 veröffentlichte Metzger-Artikel sein. (Siehe: Die letzten Tassen - oder Der apologetische Kusselkopp)

Wir hatten die Absicht, wie jedes Jahr seit 1982 an unserem Infotisch ein Sortiment mit antifaschistischer und friedenspolitischer Literatur anzubieten. Dazu gehört selbstverständlich auch die Zeitschrift Der Metzger. Dies wird uns im abgebildeten Schreiben untersagt. 

DFG-VK Duisburg

März 2012

Beim Ostermarsch 2012 soll während der Auftaktkundgebung wieder die Gruppe „Die Bandbreite“ auftreten. Dagegen gibt es gewichtige Einwände, nicht nur von "antideutschen" Spinnern. Wir dokumentieren zwei Artikel aus Ausgabe 96 (September 2011) der Zeitschrift DER METZGER, die sich diesem Thema widmen. 

Die letzten Tassen - oder Der apologetische Kusselkopp

Ein ganzer Rattenschwanz... Die Bandbreite eines Milieus


April 2009
Flugblatt zum Ostermarsch 2009
Gaza und die Identität
Aber kann man eigentlich voraussetzen, daß auf einer der beiden Seiten der Willen zum Frieden vorherrscht? Oder haben nicht auf beiden Seiten die das Übergewicht, die den Frieden mehr fürchten als den Krieg?

Oktober 2008
Flugblatt
Georgien-Konflikt
Wenn nun diesseits und jenseits der Türkei die Völker aufeinander schlagen, so ist es der Westen gewesen, voran Deutschland, der diesen Völkern den Nationalismus eingeflüstert hat.

August 2007
Flugblatt zum Antikriegstag 2007
Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet
Mit dem Ende der Systemauseinandersetzung ist die Gefahr eines Atomkrieges keineswegs beseitigt. Heute verfügen mehr Länder über Atomwaffen als je zuvor, einige weitere Länder streben danach.


Oktober 2006
Flugblatt
Der nahe Osten - zwei Kommentare
Lina Ganowski: Libanon
Die Linke, die die „Wende“ von 1989/90 noch besser verkraftet hat als befürchtet, könnte an einem Konflikt endgültig zerbrechen, in dem sie keine Rolle spielt.
Helmut Loeven: Die Parallelen
Jürgen Elsässer, der seine frühere Israel-Emphase überkompensiert, zieht historische Parallelen. „Gegen die Aggressoren“, also gegen Israel kämpfen Islamisten, Nationalisten und Linke Schulter an Schulter, so wie einst Stalin und Churchill.


April 2006
Flugblatt zum Ostermarsch
Ohne Orden fühlt sich ein General nackt
Wehrbereitschaft im Terror-Krieg – besser ohne Demokratie?
Bei den Einsätzen des KSK sind keine Journalisten zugegen. So besteht auch keine Gefahr, es könnten „schlechte Bilder“ in Umlauf kommen, die dem Ansehen der Elitetruppe schaden.


April 2006
Flugblatt zum Ostermarsch
Mumia Abu-Jamal ist unschuldig
Seit 25 Jahren sitzt der ehemalige Black-Panther-Aktivist ist der Todeszelle des US-Staates Pennsylvania.
Die Verteidiger bitten um Unterstützung. Spenden dringend benötigt


März 2005
Flugblatt zum Ostermarsch
Zwei oder drei Dinge, die man über die NPD wissen sollte...
Jahrzehntelang wurden alle Warnungen in den Wind geschlagen. Das Thema Faschismus in Deutschland wurde als nebensächlich abgetan und mit einem Schwall von Phrasen zugedeckt. Und jetzt haben wir den Salat. Die, die jetzt so tun, als hätte man das alles nicht vorhersehen können, benutzen weiterhin dieselben Beschwichtigungsformeln, die sich für die Abwehr des Rechtsextremismus als untauglich erwiesen haben.


März 2004
Flugblatt zum Ostermarsch
„10 Euro für den irakischen Widerstand“ ist nicht so gut.
Stattdessen lieber: 10 Euro für Kuba!

Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß der Krieg der USA gegen Irak und die Besetzung des Landes ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, ein Akt imperialistischer Aggression ist. Muß das zu dem Schluß führen, daß der „irakische Widerstand“ mit Geldspenden unterstützt werden soll? Schauen wir uns diese „Irakische Patriotische Allianz“ doch mal genauer an...


Februar 2004
The Right Thing
von Helmut Loeven
General Harris kämpfte als Soldat gegen Hitler. Warum ihm also kein Denkmal setzen? Weil die, die für das Denkmal waren, nur deshalb etwas gegen Hitler haben, weil der im Zweiten Weltkrieg Gegner Englands war. Sonst haben sie gegen Hitler nichts einzuwenden...


Oktober 2003
Kommentar von Jakop Heinn:
Bleibt die Wehrpflicht
oder Was wäre geworden, wenn...
Gewehrt haben sich die, die den Dienst in der Uniform verweigerten oder bei der Musterung mit Attest erschienen oder schlicht von der Fahne gingen. Aber das Ding heißt nun mal wie es heißt: die Allgemeine Wehrpflicht. Wird sie abgeschafft? Wahrscheinlich nein. Jedenfalls nicht, solange Rotgrün dran ist...


März 2003
Flugblatt zum 3. Golfkrieg
Schon gewußt? Auch die USA haben Massenvernichtungswaffen
Viele scheinen der Meinung zu sein, es ginge eigentlich nur um die Frage, ob Irak durch militärisches Eingreifen oder „durch Inspektoren“ die Massenvernichtungswaffen abgenommen werden können und ob der irakische Gewaltherrscher Saddam Hussein mit solchen oder solchen Methoden entmachtet werden kann. Die Frage wird gern gestellt von denen, die Krieg - befürworten. Darum ist die Frage scheinheilig. Und allein deshalb wäre Aussageverweigerung zu empfehlen...


April 1999
Flugblatt zum Jugoslawienkrieg
Große Männer - Große Worte - Großes Unheil
Fischer, Scharping, Schröder eröffnen die Heimatfront
Während Kohl noch schwadronierte, die Bundeswehr sei die größte Friedensbewegung im Lande, tischt uns Fischer jetzt die NATO als revolutionäre Befreiungsbewegung auf. Die Opposition gegen das bestehende Gesellschaftssystem erklärt er kurzerhand zum moralischen Anhängsel seiner skrupellosen Machtpolitik. Und schließlich schreckt er nicht davor zurück, die Millionen Opfer des Hitlerfaschismus als Zeugen für seinen Krieg zu berufen!


März 1999
Flugblatt zum Jugoslawienkrieg
Rot-grün macht Deutschland fähig zum Angriff

Deutsche Militärs sind wieder da, wo sie immer schon sein wollten: auf einem Kriegsschauplatz. Daß dies so ist, wird als Zeichen der Normalität gewertet. Da ist was Wahres dran: Solange Imperialismus herrscht, ist der Krieg die Normalität und der Frieden nur Pause zwischen den Kriegen.

September 1990
Germans to the Front?
Flugblatt angesichts der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten.



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